Ich tu alles für die anderen und trotzdem bin ich nicht glücklich…

Ich tu alles für die anderen und trotzdem bin ich nicht glücklich…

Ich tu alles für die anderen und trotzdem bin ich nicht glücklich…

„Ich gebe immer mein Bestes“   „Ich opfere mich auf“
„Ich tu alles für die anderen und trotzdem bin ich nicht glücklich!“

Von vielen Menschen höre ich immer wieder, dass es sie schmerzt, wie viel sie für andere tun und wie wenig sie dafür zurückbekommen.  Oder sogar noch schlimmer, dass sie sogar richtig enttäuscht werden…

…von denen, für die sie sich aufopfern.

Geht es dir auch so?
Dann gibt es nur eine Radikal-Kur für dich:
Hör auf damit, es allen recht machen zu wollen! Hör auf damit, dich aufzuopfern!
Du wirst sagen, das ist leichter gesagt, als getan! 
Aber ich erzähle dir Gründe, warum es gut ist, damit aufzuhören und ich zeige dir, wie du es schaffen kannst.

Gründe, um damit aufzuhören:

  • es macht dich nicht glücklich
  • sich aufopfern nervt andere, erdrückt andere, fordert andere  
  • du erschaffst eine Beziehung zum anderen, die unter Erwartungsdruck für beide Seiten leidet
  • du lernst dadurch nicht, dich selbst zu achten
  • du bastelst dir damit einen Schuldigen, der immer wieder etwas tun wird, was ihn in deinen Augen schuldig macht
  • du erkennst den anderen nicht so, wie er ist,  sondern siehst ihn in einer Rolle, die du für ihn erschaffen hast
  • „sich aufopfern“ ist allein deine Sache, nicht die von dem anderen
  • du erreichst damit meist das Gegenteil von dem, was du eigentlich wolltest
  • du willst von den anderen das, was du dir selbst nicht gibst
  • was in dir selbst nicht da ist, kann ein anderer da draußen für dich niemals herstellen
  • wie kann sich in dem anderen etwas entwickeln, wie kann der andere lernen für sein Leben, wenn du ihm alles abnimmst?

Wie kannst du aussteigen aus dem Aufopfern?

Vertraue einfach. Dem Leben, dem Sein, der Natur, den Menschen.
Vertraue einfach mal deinen Kindern, dass sie das alles schon machen werden.
Vertraue deinem Mann, dass er dich liebt.
Vertraue der Schwiegermutter, dass sie das schon aushält, wenn du nicht mehr so folgsam bist.
Vertraue dir, dass du auch mal Ruhepausen einlegen darfst.
Vertraue dir, dass es dir gut geht und immer gut gehen wird.

Denn was könnte schon passieren, wenn du nicht mehr wie gewohnt für alle und alles zuständig bist? Würde die Welt zusammenbrechen?
Bestimmt nicht!

Es könnte aber sein, dass sich deine Kinder selbst einmal für etwas einsetzen müssen, dass sie selbst einmal in ihre Kraft kommen können.

Es könnte auch sein, dass dein Mann einmal selbst etwas erledigen kann, damit merkt er dann wie viel Zeit da auf der Strecke bleibt.

Probiere es einfach einmal aus. Oder denkst du, die anderen können das alles nicht alleine?
Dann müssen sie das halt lernen! Wie du es auch lernen musstest!

Und dann befrage dich:

Diese Dinge, von denen du meinst, du tust so viel für die anderen, tust du die gerne oder nicht? 
Wenn du diese Dinge gerne tust, dann mach sie weiter, ohne eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Genieße es. 
Freust du dich, dass du etwas tun kannst, das dir gefällt! 
Eine Gegenleistung darfst du aber nicht erwarten! Was kann der andere dafür, dass du das ungefragt für ihn tust?
Und weißt du überhaupt, ob der andere das wirklich will? Weisst du überhaupt, ob das so gut für den anderen ist, wenn du so viel für ihn machst?

Wenn du etwas nicht gerne aber trotzdem immer wieder machst, weil du denkst, nur damit kann eine Beziehung gehalten werden, nur damit kann eine Abteilung in der Firma weiter bestehen, dann erinnere dich daran, was du wirklich gerne willst. 

Bist du auf der Welt, um einem anderen seine Pflichten und ungeliebten Arbeiten abzunehmen? 
Bist du auf der Welt, um auf deine Freuden zu verzichten, weil deine ganze Zeit für die anderen aufgeht?
Das bist du nicht! 

  • Du bist nicht verantwortlich für das Wohl des anderen.
  • Kinder ab einem gewissen Alter sollten in die Selbstständigkeit erzogen werden. 
  • Lebenspartner sind selbst verantwortlich für ihre Geschicke.
  • Eine Büroabteilung steht unter der Führung des Abteilungsleiters oder Teamleiters. Wenn dieser Teamleiter wichtige Dinge nicht übernimmt, muss er sich verantworten. Wenn du hier die Abteilung retten oder umstrukturieren willst, dann musst du Teamleiter werden. 
  • Nachbarn sind selbst verantwortlich für sich, wenn diese nicht mitansehen können, dass du dir immer noch keinen neuen Wagen kaufen willst.
  • Familie ist selbst verantwortlich, damit zurechtzukommen, wenn du beruflich eine vollkommen andere Richtung einschlagen willst. 
  • Freunde sind selbst dafür verantwortlich, sich dem Leben zu stellen, wenn du nicht länger deren Probleme lösen willst.
  • Vereinsmitglieder sind selbst in der Pflicht, sich für den Verein einzusetzen, wenn du nicht mehr länger bereit dazu bist, alle Dienste allein zu übernehmen. 
  • Schwiegereltern sind selbst verantwortlich dafür, den Partner ihres Kindes anzunehmen und für sich noch etwas dazuzulernen, wenn du es satthast, vor den Schwiegereltern immer wie ein fleißiger Zinnsoldat aufzutreten.
  • Geschwister sind selbst verantwortlich, wenn sie ihre tollen Ideen herum posaunen, aber du willst ab sofort nicht mehr die Umsetzung dieser Ideen ausführen.

Wenn du alle diese Dinge machst, weil du damit glücklich werden willst oder Lob, Anerkennung und Liebe suchst, dann höre damit auf. Hör auf, das Pferd von hinten aufzuzäumen:
Du wirst glücklich, wenn du auf dich hörst. Was tut dir gut, was gefällt dir? Du bekommst Lob, wenn du etwas aus freien Stücken machst. Du bekommst Anerkennung, wenn du das machst, das dich wirklich interessiert. Du bekommst Liebe, wenn du dich selbst liebst.  Also beginne bei dir. Das Pferd richtig aufzäumen heißt: Darauf achten, was man selbst will. Beschäftige dich mit dir, dann kommen auch die anderen dazu, denn die werden neugierig.

  • Mama streikt?
  • Die Ehefrau denkt an sich?
  • Die Frau tut, was sie will?
  • Die Kollegin tut nur mehr das, was in ihrem Bereich liegt?
  • Die Mama sammelt nicht mehr die Wäsche von allen Zimmern ein?
  • Die Freundin meldet sich nicht mehr?
  • Die Schwiegertochter geht ihren Weg?

Jawoll, da merkt man diesen Menschen wieder! Da wird dieser Mensch wieder sichtbar, wenn er plötzlich seine Dienste nicht mehr einhält, die für alle anderen ja immer sehr bequem waren!

Du kannst dich endlich mit dem befassen, was für dich selbst wichtig ist, und die anderen bekommen endlich die Chance, ebenso für sich selbst einzustehen!

Außerdem gibst du den anderen eine weitere Chance: Die anderen können dich neu kennenlernen, schätzen lernen, sehen lernen!

Raus aus dem Opferdasein, damit befreist du dich und die anderen!

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