Schade…

Schade…

Macht es dich traurig?

Du kannst nicht mehr...

Macht dich traurig, dass da immer was in der Luft liegt? Macht dich traurig, dass sie dauernd hintenrum über dich herziehen? Macht dich traurig, dass sie dich nicht mögen?

Viele Dinge können dich in diesem Konflikt traurig machen.
Wenn du traurig bist, hast du eine Ehrlichkeit in dir, die du ernsthaft betrachten solltest. Denn Traurigkeit ist ein Gefühl, aus dem du viel lernen kannst.
Es ist gut, zu wissen, was dich denn traurig macht.

Wir glauben immer nur, genau zu wissen, was uns traurig macht. Da ist ja so vieles. Wenn du aufschreibst, was dich traurig macht, bekommst du heraus, was wirklich traurig für dich ist.
Schreib also auf, was dich traurig macht. Alles.
Das hilft dir, deinen Schmerz zu erkennen. Und es hilft dir auch, zu differenzieren. Denn meist kann man von dieser Liste dann wieder gut ein Drittel streichen, weil nicht wirklich alles, das man aufgeschrieben hat, richtig traurig macht. Wir neigen nur dazu, wenn schon ein negatives Gefühl vorhanden ist, viele Kleinigkeiten mit in den gleichen Topf zu werfen. Auch Dinge, die uns eventuell nicht auffallen würden, wenn wir kein Problem hätten.
So ist es mal gut für dich, schriftlich zu sehen, was dir wehtut, was dich traurig macht.
Das kann so aussehen:

Was tut mir weh? Dass Schwiegermutter mich nie ausreden lässt!
Warum tut mir das weh? Weil ich mich so nie richtig mitteilen kann, sie übergeht mich damit.
Wie will ich es haben? Ich will ausreden!!!

Und aus dieser letzten Aussage kann sich Kraft entwickeln! Spüre hinein, spüre richtig hinein in diesen Satz. „Ich will ausreden!!!“ Das fühlt sich gut an! Das fühlt sich stark an! Hurraaa!

glückliche Schwiegertochter

Du könntest auch schreiben: Wie will ich es haben? Dass mich meine Schwiegermutter ausreden lässt.
Gut, das wäre schön, aber kannst du das beeinflussen? Hast du eine direkte Möglichkeit, das so zu verändern? Nein, hast du nicht. Anders ist das aber bei deiner Aussage: „Ich will ausreden!“ Denn hier kannst du Kraft entwickeln. Und diese Kraft kann sich zeigen, indem du dir bei der nächsten Situation Raum machst. Wenn sie dich wieder einmal unterbrechen will, kann es sein, dass du dann auch mal direkt aussprichst, dass du jetzt ausreden willst. Dass du verlangst, ausreden zu können. Kann auch sein, dass du sofort gehst und dich einfach nicht mehr mit Menschen unterhalten willst, die dauernd unterbrechen. Du kommst so in deine Kraft, du kannst etwas verändern. Du kannst etwas beeinflussen, du schaffst dir Möglichkeiten. Du setzt dich für dich ein, das gibt dir Kraft!

Probiere es aus.
1. Stelle fest, was dir wehtut, was dich traurig macht.
2. Frag dich danach, warum es denn wehtut. Das ist dann die Frage, die dir zeigt, was da in dir verletzt wurde! Das ist wichtig, denn wenn du nicht wirklich für dich formuliert hast, was verletzt wurde, kannst du den Idealzustand nicht erkennen!
3. Dann überlege, wie es denn sein soll für dich. Pass auf – du kannst andere nicht ändern.
Male dir den Idealzustand immer so aus, dass es für dich aus eigener Kraft möglich sein kann! Finde diese Aussage. Denn wenn etwas verletzt wurde, dann weißt du ja auch, wie du es haben willst. Fühle dann in diese Aussage hinein. Fühle richtig hinein.

Das könnte auch noch so aussehen:

Was macht mich traurig? Dass Schwiegermutter mich immer gering schätzt.
Warum macht mich das traurig? Weil ich auch etwas wert bin, weil ich auch liebenswert bin. Sie zeigt mir dadurch, dass sie mich nicht liebt.
Wie will ich es haben? Ich will mich wertvoll fühlen! Ich will liebenswert sein! Ich will Liebe spüren!

Ob diese Liebe dann von der Schwiegermutter kommen wird, kannst du nicht beeinflussen. Darum geht es aber auch nicht. Es geht nur darum, wie du dich fühlen willst. Es geht nur darum, wie du dich sehen willst. Es geht nur darum, was dir wichtig ist. Ob da ein anderer Mensch mitmacht, liegt nicht in deiner Macht. Aber vertraue darauf: Ein neues Gefühl zieht auch die Menschen an, die dazu passen. Wenn deine Schwiegermutter nicht dazu passt, dann halt nicht. Wenn du innerlich das Gefühl hast, dass du wertvoll bist, wird sich auch im außen etwas verändern.

Harmonie schwebt wie eine dunkle Wolke über uns.

Viele Schwiegertöchter sind traurig, weil sie sich als Versagerinnen sehen, wenn in ihrem engeren Familienkreis irgendwo keine Harmonie herrscht. Schau mal ins Pflanzenreich: Im Gemüsegarten gibt es Sorten, die sich gegenseitig unterstützen, und andere, die nicht wachsen können, wenn sie mit den falschen Sorten zusammengefügt werden. Ein kluger Gärtner weiß das und will hier nicht auf Biegen und Brechen Harmonie zwischen allen Pflanzen herstellen. Er pflanzt einfach so, wie die Pflanzen es gerne haben. Er gesellt nur die zusammen, die sich vertragen und gegenseitig unterstützen. Die Natur akzeptiert es einfach, dass es Lebewesen gibt, die nicht zusammenpassen. Es gibt auch Menschen, die einfach nicht zusammenpassen. Nicht alle Menschen, die gerade in deinem Leben auftauchen, sollen eine Aufgabe für dich sein, dass du immer für Harmonie sorgen musst. Manche Menschen sind auch nur in dein Leben gekommen, damit du die Harmonie in dir findest. Das bedeutet, dass du weißt, wer du bist, was du brauchst und willst und dich dafür einsetzt, das auch leben zu können. Menschen, die nicht zu deinem Glück passen, musst du nicht ändern oder unbedingt in dein Leben integrieren. Löse dich von dem Druck, dass alles um dich herum harmonisch sein soll. Harmonie in dir ist wichtig – und die hast du, wenn du dich annimmst, wie du bist.

Betrachte all die wunderbaren Menschen und Dinge um dich herum, die dir guttun!

Tags: , , , , , , , , , , , ,