Sorgen

Sorgen

Du sorgst dich?

Machst du dir Sorgen über deine Kinder? Weil du nicht weißt, wie du es machen sollst, wenn Schwiegermutter deine kleine Tochter nicht mehr vom Kindergarten abholen will, weil du wieder mal Schuld für einen Streit hast?
Oder machst du dir Sorgen, weil du und dein Mann finanziell feststeckt? Habt ihr im Haus der Schwiegereltern eventuell eure Wohnung renoviert oder ausgebaut und jetzt ist ein riesiger Streit entstanden und ihr könnt nicht ausziehen, weil ihr Schulden habt?
Oder du machst dir Sorgen, weil du nie etwas richtig machen kannst, weil alles, was du machst oder nicht machst, sowieso verkehrt ist?
Machst du dir Sorgen, weil sie dich nicht annehmen? Weil sie dir gar keine Chance geben, in dieser Familie Fuß fassen zu können?
Machst du dir Sorgen, was auf dich zukommt, wenn du daran denkst, dass Schwiegermutter eventuell einmal ein Pflegefall werden könnte?

Was du dir auch für Sorgen machst, es kommt darauf an, welches Denkmuster du hast.

Schreibe auf, worüber du dir Sorgen machst.
Schreib alles auf, worüber du dich täglich sorgst. Auch jede kleine Sorge.

Und schreibe auch auf: „Was wäre, wenn…?“
Das bedeutet: Was wäre, wenn diese Sorge auch wirklich eintreffen würde? Was müsstest du tun, was würde sich verändern und wie kämst du damit zurecht?
So kannst du erkennen, dass du auch diese Situation meistern könntest. Du kannst damit erkennen, dass das Leben auch dann weitergehen könnte. Das kann dich stärken.

Aber halte dich nicht zu lange damit auf.
Geh in die Vorstellung, was du denn haben möchtest von deinem Leben.
Wie soll dein Leben sein?
Wie soll es dir gehen?
Wie willst du sein?
Wie willst du dich fühlen?

Halte daran fest! Wie willst du dich fühlen?

Baue dein Vertrauen auf.

Vertrauen in die Zukunft, in das Leben, in die Menschen, in die Liebe.
Wenn du nicht an die Liebe glaubst, wie soll sie in dein Leben kommen?
Wenn du nicht vertrauensvoll in deine Zukunft blickst, wie kannst du dann erwarten, dass sie dir ein schönes Leben bringt?
Wenn du nicht an dein Glück glaubst, wie kannst du dann glücklich werden?
Wenn du täglich deine Sorgen aufrechterhältst, indem du ihnen viel Aufmerksamkeit und Macht schenkst, erhältst du sie am Leben.
Wenn du deine Aufmerksamkeit auf dein Glück, deine Freude, deine schönen Dinge im Leben richtest, schenkst du ihnen Leben!

Wäge ab.

Wir wollen immer alles und immer das Perfekte und immer das Bequemste. Wenn aber in unseren Wünschen andere Menschen eine Rolle spielen, kann manches leider oft anders aussehen. Wenn du willst, dass Schwiegermutter deinen kleinen Sohn nachmittags beaufsichtigt, weil es für ihn und für dich viele Vorteile hat, dann kann dir in die Quere kommen, dass Schwiegermutter dafür von dir will, dass du erst mit ihr eine Tasse Kaffee trinken sollst, wenn du deinen Sohn abends holst. Sie will noch ein wenig plauschen mit dir. Wenn du das nicht tun willst, erpresst sie dich damit, dass sie dann auch deinen Sohn nicht mehr nachmittags betreut.
Dann solltest du abwägen. Achte auf dich und deine Grenzen.
Faule Kompromisse sind schädlich für dich. Wenn du faule Kompromisse eingehst, arbeitest du gegen dich. Das kannst du ändern, wenn du ein höheres Ziel voranstellst.
Wäge immer ab! Du hast immer zwei Möglichkeiten, wenn du glaubst, du musst etwas tun.
Entscheide dich: Entweder dir ist wichtiger, dass dein Sohn abends gleich im Haus ist und du nicht lange herumfahren musst und dass er nicht bei fremden Menschen die Nachmittage verbringt, dann kannst du vielleicht eher dem Wunsch deiner Schwiegermutter zustimmen und mit ihr ein Tässchen trinken. Es wird dann für dich kein fauler Kompromiss, sondern ein richtiger Kompromiss, einer, der für dich auch okay ist, denn du hast das höhere Ziel erreicht: dass dein Sohn eben im Haus ist und nicht bei fremden Menschen und du abends nicht lange rumfahren musst.
Ist aber dein höheres Ziel, dass du abends gleich in deine Wohnung gehen kannst und endlich Ruhe haben kannst, und die Tasse Kaffee mit einem Gespräch mit Schwiegermutter geht überhaupt nicht, dann solltest du dich um eine andere Nachmittagsbetreuung umsehen. Es liegt in deinem Ermessen. Lass dich nicht erpressen. Teile es aber mit, wenn du dich dann für eine andere Lösung einsetzt, denn manchmal gibt eine Schwiegermutter auch nach. Vielleicht hilft erklären, dass dir abends einfach nur noch deine Ruhe wichtig ist… Probiere aus, aber bleib dir selbst treu! Wenn sie dann kein Verständnis hat, handle in deinem Sinne.
Frage dich immer, was dir wichtiger ist.
Warum machst du bestimmte Dinge mit?
Zähle die Gründe auf und dann unterscheide, welche Gründe für dich nicht so wichtig sind und welche Priorität haben. So kannst du dich wieder neu ordnen, Situationen wieder neu gestalten.

Wenn dir wichtiger ist, in diesem Haus der Schwiegereltern zu leben, weil ihr eure ganzen Ersparnisse in den Umbau gesteckt habt und auch noch einen Kredit dazu aufgenommen habt, dann kannst du es vielleicht eher aushalten, mit den Schwiegereltern konfrontiert zu werden. Wenn dir wichtiger ist, deine Ruhe zu haben und mit den Schwiegereltern keinen Kontakt mehr zu haben, kannst du vielleicht aushalten, finanziell den Gürtel noch mal enger zu schnallen, indem ihr auszieht und eventuell noch Miete zahlen müsst.
Wäge ab, was schlimmer wäre, wäge ab, was leichter für dich ist, was für dich besser ist. Überlege immer, was für dich geht und wie du es haben willst. Dann kannst du aufhören, dir Angst machen zu lassen und dir Sorgen zu machen. Du bist damit auch nicht mehr erpressbar!

Übe, zu vertrauen.

Übe dich darin, einfach zu vertrauen. Deinen Kindern, deinem Partner, dir selbst.
Übe dich täglich darin, wenn du dich dabei ertappst, dass du dir Sorgen machst, was denn heute wieder kommen könnte von den Schwiegereltern. Sag dir: Ach es wird gut! Probiere es einfach einmal aus. Vertraue es dem lieben Gott an. Das ist das Gottesvertrauen, das du nur erfahren kannst, wenn du es ausprobierst. Glaube daran und lass dann los. Kümmere dich nicht mehr und prüfe nicht voller Misstrauen. Glaube und lass los.

Es liegt in deiner Hand. Entscheide dich dafür, dir keine Sorgen mehr zu machen und beschäftige dich mit den Themen, die dir guttun, die dir Auftrieb geben. Achte auf deine Stimmung und auf dein Denkmuster.
Wie viel Vertrauen hast du in dich, in die Welt, ins Leben?
Sorgen machen klebt an deinem Misstrauen… Darum übe dich in Vertrauen.

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , ,