Supermama, Obermami,…

Supermama, Obermami,…

Schwiegermutter will „Mama für alle“ spielen…

Kennst du das, wenn deine Schwiegermutter die „Übermama“ spielen will?

Nehmen wir mal an, ihr wohnt alle relativ nah beieinander: du, deine Familie und die Eltern deines Mannes. Schwiegermutter wünscht sich, alle sollen bei ihr zu Mittag essen, alle sollen alles mit ihr besprechen, alle sollen zu ihr kommen, sie will der Mittelpunkt der Familie sein. Schlafen darf dann jeder wieder in seiner Wohnung, aber zum Frühstück könnten doch wieder alle bei ihr sitzen? Sie meint es ja so gut.

Willst du das? Magst du das?

Ist das nützlich für dich?
Ist es bequem für dich und deine Familie?
Läuft dadurch der Alltag leichter für dich und die Kinder?
Denn das sind die wahren Fragen, die dir du stellen solltest.

Bring hier nichts durcheinander. Es ist wichtig, was für dich und deine Familie gut und praktisch ist. Aber es ist nicht am wichtigsten, dass deine Schwiegermutter glücklich ist. Dafür ist sie selbst verantwortlich! Nicht du, nicht dein Mann und auch nicht deine Kinder. Schau immer zuerst auf deine Bedürfnisse. Schwiegermutter ist erwachsen und bestimmt ja auch erfahren und sie weiß auch viel. Dann dürfte sie auch wissen, dass man die nächste Generation mal machen lässt. Dass man die nächste Generation nicht vereinnahmt. Dass sie sich als die ältere Generation auch mal zurückziehen darf. Wenn sie das nicht weiß, dann muss sie es lernen. Noch einmal, es ist nicht deine Aufgabe, deine Schwiegermutter glücklich zu machen! 

Wäge also immer ab! Prüfe dich, hinterfrage dich immer.
Wenn du das alles nicht willst, weil du klar dein eigenes Familienleben führen willst, dann musst du dich mitteilen.
Egal, ob Schwiegermutter bereit ist zu diesem Schritt. Es ist ihr Prozess.
Es ist so ähnlich wie „in Rente“ gehen am Arbeitsplatz. Sie wird immer die Mama ihres Sohnes bleiben. Aber auch bei einer Mama ändern sich die Aufgaben, wenn die nächste Generation erwachsen ist.

Du kannst ihr mit ruhigen Worten erklären, dass du dir dein Familienleben einfach anders vorstellst. Dass du siehst, wie gut sie es meint und wie gut sie das alles meistern könnte. Aber, dass du selbst gerne deine Mamarolle einnehmen willst. Das war ja auch ein Grund dafür, warum du bei deinen Eltern ausgezogen bist – du wolltest ja selbstständig sein.

Denke das Ganze für dich gut durch: Brauchst du die Schwiegermutter vielleicht an einem bestimmten Tag, weil du an diesem Tag früher als sonst zur Arbeit musst und es für die Kinder dann praktischer ist, wenn sie bei Schwiegermutter frühstücken?
Denke in erster Linie immer an dich, an deine Termine, deinen Alltagsablauf und an den der Kinder. Denke immer an euren Tagesablauf, wie er für euch am praktischsten gestaltet werden kann.

Tappe nicht in die Falle, es nur Schwiegermutter recht machen zu wollen.
Achte deine Bedürfnisse!

Tappe auch nicht in die nächste Falle, dass du annimmst, Schwiegermutter will allen nur zeigen, dass sie alles besser kann als du. Denn sonst beginnt hier ein Konkurrenzkampf.

Selbst wenn das der Hintergedanke deiner Schwiegermutter sein sollte, musst du in diesem Spiel nicht mitspielen. Du brauchst nicht mit ihr zu konkurrieren. Sie ist die Mutter deines Partners, die Oma deiner Kinder. Aber sie wird niemals die Frau deines Mannes sein können und niemals die Mama deiner Kinder. Das kannst nur du sein! Darum brauchst du auch nicht Angst haben, dass sie dich vertreiben könnte, die anderen mehr zu sich ziehen könnte. Das könnte sie schaffen, wenn du in den Konkurrenzkampf einsteigst und sie als echte Rivalin ansiehst. Das ist sie aber nicht, pass auf und tappe nicht in diese Falle. Es kann sein, dass Schwiegermutter dich als Rivalin sieht, dann hat sie aber nicht verstanden, welche Position sie wirklich besetzt. Du weißt es aber. Also brauchst du hier nicht mitzuspielen!

Betrachte ihre Vorschläge einfach als sachliche Angebote und entscheide immer, inwieweit du ein Angebot, einen Tipp oder einen Rat annehmen willst.

Wenn du am Donnerstag beispielsweise den Frühstücksdienst von ihr annehmen willst, dann erkläre ihr deinen Plan. Du willst die anderen Tage selbst im engsten Familienkreis leben und der Donnerstag gehört dann ihr. Egal, mit welchen praktischen Argumenten sie kommt, um mehr Tage zu „bekommen“. Sie muss lernen, dass du entscheidest.

Es kann auch sein, dass sie dann alle Leckereien und Verführungen auftischt und deine Kinder plötzlich jeden Tag bei Oma frühstücken wollen – lass dich nicht durcheinanderbringen, bleib stark und zentriert. Du bist die Mama und du bestimmst. Sei dir dessen sicher.
Somit kannst du dann auch mal Ausnahmen leichter zulassen, ohne Groll und Misstrauen.

Sei dir deiner Position bewusst, die kann dir keiner nehmen,
wenn du es nicht zulässt.
Du bist die Frau deines Partners, du bist die Mama deiner Kinder! Nur du!

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