Schule beginnt…

Schule beginnt…

Die Schule beginnt oder der Kindergarten geht los für deine Kinder und damit auch für euer Familienleben. Es ändert sich vieles, ihr müsst terminlich gut organisiert sein. Und ganz wichtig: es muss perfekt organisiert sein, wie dein Kind in die Schule kommt und wieder abgeholt wird. Wie der Morgen abläuft, das Frühstück, eventuell die Betreuung, bis der Schulbus kommt, usw. – jede Menge Organisation und vielleicht auch Stress. Wie schön und erleichternd ist es da, wenn man auf eine herzliche, verlässliche Oma zurückgreifen kann. Auch wenn die Omas von heute nicht mehr so viel Zeit haben, wie die Omas früher, denn die meisten Omas sind selbst noch berufstätig. Aber wenn du mit deiner Schwiegermama das Thema Kinderbetreuung schon durchgesprochen hast und ihr einen Plan entworfen habt, wie ihr beide, du und deine Schwiegermama das handhaben könnt, mit Schule, Kindergarten und Kinderhort und so, dann bist du bestimmt erst mal beruhigt – wenn deine Schwiegermama verlässlich ist. Und wenn du diesen Artikel hier ließt, kann es sein, dass deine Schwiegermutter eben nicht so verlässlich ist. Dass sie eben keine Hilfe für diese neue Zeit ist, dass sie eben obendrein noch Stress für dich bedeutet, gerade jetzt, wo du dringend jede Hilfe brauchen könntest.
Was hilft dir da? Konkrete Ansagen!

Alles ist zu schaffen:

Selbst, wenn du keine Schwiegermutter in der Nähe hättest, könnte das mit der Schule und dem Kindergarten geregelt werden. Vergiss das nicht! Viele Familien haben nicht die Möglichkeit, auf Eltern oder Schwiegereltern zurückzugreifen. Also versteife dich nicht auf die einzige Möglichkeit, dass deine Schwiegereltern helfen müssen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die du finden wirst, wenn du die Option Schwiegereltern mal außen vorlässt.

Klare Ansage:

Bestimmen tust du! Du bestimmst, wie das laufen soll mit dem Bringdienst, dem Abholdienst, der Mittagsverpflegung, der Hausaufgabe, und den vielen Dingen, die organisiert werden müssen. Als Erstes steht natürlich mal dein Arbeitsablauf und der Schulablauf deines Kindes auf dem Plan. Danach wird ausgetüftelt, wie ihr das machen könnt. Dann wird die Schwiegermutter ins Boot geholt und auch ihre Abläufe, wenn sie denn berufstätig ist, werden berücksichtigt. Wenn ihr beide euch einen guten Plan erstellt habt, der für alle Beteiligten gut vereinbar ist, dann sollte sich jeder daran halten. Änderungen werden rechtzeitig!!! von beiden Seiten mitgeteilt! Wenn jemand morgens plötzlich krank aufwacht, muss spontan reagiert werden. Darum ist wichtig, dass andere Änderungen nicht erst morgens mitgeteilt werden, sondern immer einen Tag vorher oder noch früher. Damit erspart ihr euch viel Stress. Wenn nun Schwiegermutter beginnen will, die Dinge einfach zu ändern, die Abläufe zu ändern, dann muss sie dir das mitteilen und mit dir absprechen. Wenn du feststellst, dass Schwiegermutter den besprochenen Plan einfach ändert, musst du sie hinterfragen, aus welchem Grund sie denn etwas ändert. Du brauchst nicht gleich das Schlimmste denken, sondern geh einfach neugierig auf sie zu. Welche Gründe hat sie für die Änderung? Wie kommt dein Kind damit zurecht? Kann diese Änderung aufgenommen werden? Ist es auch in deinem Sinne? Hör dir immer erst ihre Beweggründe an. Wenn du ihr dann zustimmst, dann verlange aber von ihr, dass du in Zukunft über Abweichungen rechtzeitig informiert werden willst. Dass du das vorher mit ihr absprechen willst, denn sonst machst du dir immer Sorgen, ob heute oder morgen wieder etwas geändert wird. Denn du willst ja auch für dein Kind, dass es einen verlässlichen Rhythmus kennenlernt. Du solltest deiner Schwiegermutter ebenso klar deine Beweggründe mitteilen. Denn sie soll dich ja verstehen. Je klarer ihr eure Bedürfnisse und Sorgen aussprecht, umso weniger Missverständnisse habt ihr dann untereinander.

Nicht stressen lassen:

Wenn deine Schwiegermutter aber nicht mit sich reden lässt oder wenn sie dich einfach plaudern und erklären lässt, dann aber doch macht, was sie will und keine Rücksicht nimmt, dann darfst du ihr androhen, dass du ihr die Betreuung entziehen wirst und du dich um andere Möglichkeiten kümmern wirst. Sie kann dann entscheiden, ob sie nun doch auf dich zugeht oder sie ab sofort nichts mehr mit dem Schulalltag des Enkels zu tun haben wird. Es gelten feste Regeln, nicht nur für dich oder für dein Kind, sondern auch für Schwiegermama! Wenn sie das alles einfach nicht akzeptiert, dann kümmere dich so schnell wie möglich um eine andere Regelung, wie dein Kind betreut wird. Mach das nicht verbittert, weil du dann nämlich genau diese Verbitterung direkt in dein Nest holst und in deinen Alltag und dein Familienleben bringst. Du gibst diese Verbitterung auch an dein Kind weiter. Du bringst also das Fehlverhalten der Schwiegermama direkt in einen Bereich, der damit nichts zu tun hat. Schütze deine Bereiche! Denk einfach daran, dass es andere Familien gibt, die eben keine Eltern oder Schwiegereltern in der Nähe haben, die müssen das auch alles irgendwie organisieren. Freue dich einfach weiterhin, dass dein Kind am sozialen Leben teilnimmt und dass du alles organisieren kannst. Lass deine Schwiegermutter mit diesem Thema einfach fallen, bleib nicht haften an ihr und ihren Meinungen. Hör dir auch nicht zu lange ihre Ansichten dazu an, denn es geht hier wirklich um straffe Organisation, um Verlässlichkeit und so wenig zusätzlichen Stress wie möglich. Wenn Schwiegermutter jetzt stressen will, dann lass sie damit allein! Halse dir nicht noch mehr Stress auf als nötig. Lass unnötige Dinge dort, wo sie herkommen. Nimm deine Kraft lieber für eine neue Lösung. Mach dich nicht abhängig. Bleib frei und in deiner Kraft!

glückliche Schwiegertochter

Nicht allein:

Wo ist dein Partner? Du musst nicht alles alleine organisieren. Auch dein Partner ist Vater und Erziehungsberechtigter. Bespreche immer auch mit ihm, wie ihr vorgehen wollt. Mache nicht nur Vorwürfe, wie schwierig die Schwiegermutter ist, über sie braucht ihr gar nicht lange reden. Sprich nur von dir und deinem Kind, von eurem Tagesablauf, worauf es ankommt, was wichtig ist, was dir ein gutes und ruhiges Gefühl bringt, worauf du dich verlassen willst und wie du dir das alles vorstellst. Sprich nur von euch. Meist kippen solche Gespräche, weil die Frau sich nur noch über die Unzuverlässlichkeit der Schwiegermutter auslässt … Beschäftige dich nur kurz damit, teile nur kurz mit, dass das mit Schwiegermutter leider nicht klappt und du dir Sorgen machen musst, wenn das so weitergeht. Du willst dir keine Sorgen machen müssen in der Arbeit, ob auch ja nicht vergessen wird, die Tochter abzuholen. Du willst nicht dauernd am Handy hängen, weil du erst wieder richtig weiterarbeiten kannst, wenn du die Gewissheit hast, dass deine Tochter sicher daheim bei Oma ist. Bespreche dich mit deinem Mann. Wenn er vorschlägt, das mit seiner Mama schon zu klären, dann kann er sich nun tagsüber telefonisch darüber informieren, ob auch alles klappt. Lass dir nicht Lösungen in die Schuhe schieben, die nur für die anderen praktischer wären. Wenn du lieber ohne Schwiegermutter den Alltag managen würdest, aber dein Mann will sie ins Boot holen, dann soll sich auch er darum kümmern. Will er das? Wird er das machen? Okay, dann vertraue ihm. Lass los. Er wird es schon schaffen und wenn die Sache nicht klappt, versteht er dich wenigstens viel besser. Oft ändern sich die Schwiegermütter, wenn sie dann bei solchen Diensten mit dem Sohn zusammenarbeiten müssen. Da „gehorchen“ sie meist. Darum erspare dir selbst einen Streit mit Schwiegermutter, erspare dir deine Nerven, gehe nicht auf ihre Spielchen ein, bleib bei dir. Wenn dein Mann dann meint, er versteht gar nicht, was du denn hättest – „Klappt doch alles prima!“ – dann zeige Größe: Es geht in erster Linie darum, dass dein Kind behütet ist, dann geht es darum, dass es euch gut geht. Und es geht nicht um deine Eitelkeit, dass du recht bekommst. Du kannst ja sagen, dass es eben ihn gebraucht hat, damit alles funktioniert – und so ist es ja auch. Ist doch toll! Dafür funktionieren andere Dinge nur durch dich.

Liebespaar

Bleib immer bei der Sache, lass dich nicht aus einer Priorität ziehen, nur weil jemand anderer mal wieder nicht mitspielt! Du bist nicht abhängig von anderen! Du bist frei in deiner Entscheidung! Es gibt immer andere Lösungen! Manchmal sind sie sogar besser…

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